Beruhigt machte ich Abendessen, und wir vergaßen den Vorfall.
Nach dem Fernsehen, sah ich beim Jalousienzuziehen noch einmal zufällig auf das fragliche Auto. Die Laternen waren schon angegangen, aber die nackten Beine waren noch unverändert zu erkennen.
"Das ist doch schon viel zu kalt draußen, und es sieht aus, als hätte der Mann sich seit heute nachmittag gar nicht bewegt", rief ich entsetzt.
Die Sache wurde uns unheimlich, und nach längerer Diskussion gingen wir gemeinsam nach unten, um nachzusehen.
Still und reglos ragten die zwei Beine trotz einbrechender Dunkelheit unter dem Wagen hervor.
Nachdem wir eine Weile Hallo gerufen hatten, und auch das Klopfen auf das Auto nichts brachte, griff Hermann beherzt nach den zwei nackten Füßen und zog den Mann unter dem Auto hervor.
Wir kannten den Mann nicht, auch wenn eine riesige Beule seine Stirn verunzierte, waren wir uns da sicher.
Wir holten einen Rettungswagen. Der Arzt holte den Bewusstlosen ins Leben zurück und nahm ihn anschließend vorsorglich mit, da es sich um eine ernsthafte Gehirnerschütterung handelte.
Eine Woche später stand der Herr mit einem Strauß Blumen vor unserer Wohnungstür und bedankte sich, dass wir ihn gefunden hatten. "Ich muss mich beim Reparieren des Autos über irgend etwas so erschreckt haben, dass ich mit dem Kopf hochfuhr und mich an dem Autoboden bewusstlos schlug", erklärte er. Eine rote Turnhose hatte er diesmal nicht an.

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Ende