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die Kinderbücher

Kindergeschichten von:
Heiko Halfpaap

© 2000/20001

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Der fiese Teddy läßt die Maske fallen!

"Komm mir doch ein bisschen helfen, Dirn!" sagte die Oma und meinte damit Pia. Lustlos schlenderte Pia zur Scheune und begann, mit der Oma einen alten Sessel auf die Straße zu zerren, wo ihn der Sperrmüll morgen früh abholen sollte.
Das Sofa ging noch schwerer herumzuziehen. Pia machte den Motor von dem großen Tregger nach, um mehr Kraft zu haben. Dann kamen die alten Melkkannen an die Reihe und das Bild mit dem Hirsch drauf und die Ofenrohre und dann dahinter der alte Teddy....

Kapitel 2

Erst dachte Pia, es wäre eine verhungerte Katze, so verstaubt und voller Spinnweben war der Teddy.
"Puh, was ist denn das für ein alter Flederwisch!" rief die Oma als sie den Teddy sah. "Na den bring man noch raus und dann wasch dir gut die Hände, Dirn. Ich koche uns schon einmal einen schönen Kakao!" und die Oma marschierte aus der Scheune.
Pia stupste vorsichtig den Teddy an, aber es war wirklich keine verhungerte Katze. Dann nahm sie den Teddy an seinem zerlöcherten Arm und hielt ihn in die Höhe. Er sah furchtbar schmutzig und zerzaust aus. An manchen Stellen hatte er gar kein Fell mehr und aus einigen Löchern sah man das Stroh, mit dem er ausgestopft war. Pia drehte ihn hin und her. Sein Gesicht konnte man nur zum Teil erkennen, ein schwarzes Tuch verdeckte die Schnauze, so dass man nur seine Augen sehen konnte. Pia sah direkt hinein in die Bärenaugen, und der Bär sah direkt in Pias Augen und dann war Pia ganz komisch.“ Du armer Teddy !“ rief sie und strich ihm die Spinnenweben zwischen den Ohren weg. Sie nahm den schmutzigen Teddy und drückte ihn ganz fest an sich, er stank furchtbar. Pia stand allein mitten in der Scheune, hielt den Teddy fest und schluchzte, weil der arme Teddy so übel zugerichtet war.
"Wir zwei sind Freunde, und ich pflege dich wieder gesund !" rief Pia und hob das Tuch von Teddys Schnauze, um ihm einen Kuss zu geben, aber unter dem Tuch waren fast nur Löcher und ganz wenig Schnauzenfell, und Pia deckte die Schnauze schnell wieder zu und drückte den Teddy noch fester an sich.

"Pia kommst du? Trödel doch nicht so Dirn, es gibt Kuchen und der Kakao wird doch kalt!" rief die Oma aus der Küche.
Pia sah entsetzt auf ihren neuen Freund. "Du kannst unmöglich mitkommen, Teddy, Oma würde dich sonst in den Müll werfen", erklärte sie und überlegte. Der Teddy sah ängstlich

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