Das Gedicht und die Übersetzung!

Zwei Krüge!

Allein wanderte ich durch die Wüste, über mir der Nut funkelndes Nachtgewand, die Krone Chons strahlte hell.
Wüssten die Götter von meinem Kummer, sie würden sich meiner erbarmen.
Der Wind wehte mir Gebs  Worte zu. „Hier unter dem Sand sind zwei Krüge.
Isst du aus dem einen, bist du immer satt und zufrieden. Der andere gibt dir den wiederkehrenden Hunger und die Unzufriedenheit zurück.“
Reich und glücklich wurde ich. Von dem ersten Krug ließ ich jeden umsonst essen. Den Inhalt des zweiten verkaufte ich für viel Geld.
Niemand verstand, warum ich die Wohltat verschenkte, bis ein jeder mich anflehte, vom zweiten Krug zu kosten.
Ich danke Geb für sein Geschenk und Toth das er mir Verstand gab.
Zu sein ohne zu wollen, ertragen kann es nur ein Gott.

Nut       Göttin, der Himmel
Chons  Mondgottheit
Geb     Erdgott
Thot    Gott der Schreibkunst und der Weißheit

7. Lied des Heikopus Halfpaapsut

 

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