Das Gedicht und die Übersetzung!

Zehn Körner Sand

Ich ging auf den Suq. Ein fremder Händler saß auf einer Schilfmatte und winkte mir zu.
Ich sah keine Ware und sprach ihn an. Zehn Körner Sand verkaufe ich dir, sprach er aus zahnlosem Mund.
Was soll ich mit Sand?
Der Händler erzählte:
Ein Junge verkaufte ihn einer Frau, eine Drachme bekam er dafür. Das sah ein Hirte. Da er noch nie so wertvollen Sand gesehen hatte und ihn seinen Freunden zeigen wollte, gab er dem Jungen zwei Drachmen. Der Hirte hatte einen Schwager, ein Großmaul, für 10 Drachmen konnte er sich mit dem Sand brüsten, den eine dumme Frau und sein einfältiger Schwager für viel Geld gekauft hatten. So ging es weiter, von Käufer zu Käufer, bis der Wesir seinen Gästen die Geschichte und das Wunder um den kostbaren Sand erzählen wollte und 100 Dinar dafür gab.
Ich bin der Dieb, der den Schatz stahl und will ihn nun verkaufen. Ich gab dem Mann zehn Dinar, ließ ihm seinen Sand und rannte überglücklich in die Wüste. Reich bin ich dank zehn Körnern Sand.

Suq: Markt

10. Lied des Heikopus Halfpaapsut

 

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