Das Gedicht und die Übersetzung!

Hathor

Der heiße Wüstenwind ließ die Sandkörner vor meinen Füßen tanzen.
Meine Seele war so ausgetrocknet, wie das Wadi in dem ich saß.
Der Schatten der Felszunge wuchs über das Geröll meiner Schwermut gleich.
Doch als die Sonne im Zenit stand, trat Hathor aus der Hitze und schlang ihre Arme um mich.
Schweißüberströmt spürte ich ihre heißen Brüste. Unter Küssen flüsterte sie mir zu:
“Die Götter beleben den Menschen um sich zu erkennen!“
Das Gewand der Nut, die Augen der Hathor, Sandkörner tanzten vor meinen Füßen in der klaren Nachtluft. Ich stand auf, getrieben von wilder Lust. Wo waren all die Frauen, ich will sie lieben, mich dem Tempel der Hathor zu Füßen werfen. Ich liebe dich, Hathor!

Hathor: Göttin des Himmels, der Liebe, des Rausches und des Tanzes
Nut: Göttin mit Sternengewand;  das Himmelsgewölbe

11. Lied des Heikopus Halfpaapsut

 

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