Das Gedicht und die Übersetzung!

Der Irrtum

Aus Eichenbohlen ist mein Bett, doch als ich ein Weib darauf liebte, brach es zusammen.
Meine Jagdbeute gab ich auf den Tisch und musste sie vom Boden aufklauben.
Im Scherz stieß ich einen Freund vor die Brust, er fiel um und die Wand mit ihm.
Der Wald war mein Heim seither, der Götterbauwerk mir gut genug.
Doch als die Winterriesen Einzug hielten, fror ich in meinem neuen Haus.
Am Felsenrand traf ich ein Weib im dicken Pelz. Herzlich hieß sie mich willkommen und war ab da die Meine.
Im festen Fels, in einer Höhle waren wir daheim. Zufrieden war ich auf dem warmen Lager im Arm von meinem wilden Weib.
Der Frühling kam und dann der Sommer, da wollte sie nicht aus dem Pelz.
Ich zog an ihrem dicken Mantel, sie rief die Brüder.
Da stand ich zwischen lauter Bären und schlich mich leise heim.

14. Spruch des Arnulf

 

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