Galate, Gespenster und Monster!

 

Der Galat Wipp oder auch Galat Stecher!

Der Galat Wipp ( in älterer Literatur auch noch als Galatwespe, seltener als Spitzdorngalat bezeichnet ) ist die kleinste und harmloseste Erscheinungsform aus der Familie der Galatartigen.
Sein Vorkommen ist häufig, sein Erscheinen wird begleitet von einem ätzenden Geruch.
Oft wird der Wipp nur als grünlicher Schwaden wahrgenommen.
Der Kontakt bzw. das Einatmen der Dämpfe eines Wipps führen zu Eiterbildungen hinter den Augen, einem Anschwellen der Kniegelenke, gelegentlich auch einhergehend mit einer verstärkten Schleimbildung in Nase und Rachen.
Die häufigste Todesursache bei einer Wippvergiftung ist Selbstmord.
Viele der Opfer kratzen sich bevor sie sich töten selbst die Augen aus, das Abschneiden von Ohren oder Nase ist seltener.

Die Bezeichnung "Galat" kommt ursprünglich aus dem altbabylonischen und war lange Zeit nur wenigen Mystikern bekannt.
Im Gilgameschepos ( 3720 vor Christus, fragmentarischer Auszug aus einem Manuskript in Keilschrift) wurde "Gagagalaga" wissenschaftlich als Ruf des Entsetzens gewertet.
Da die Erscheinungsform später unter Gagaly (hebräisch) und gagalot (lat.) bzw. gagawaga (altgriechisch) immer wieder auftaucht, kann ein Zusammenhang zum ursprünglichen "Gagagalaga" hergestellt werden.

Galat aus philosophischer Sicht nach Euridon von Edus (Grieche ca. 220 vor Christus) :

Galate sind Geisteswesen, die durch Ballung negativer Natur- und Gedankenkräfte die kritische Menge an mentaler Energie überschreiten, die zu einer Manifestation zwischen physischer- und psychischer Welt führt.
Galate sind weder noch, sind was nicht ist, eine Eiterblase des Kosmos, eine Missgeburt der Evolution, ein Wandel in der Physik der Dinge.
Die Diskrepanz zwischen Ethik und menschlicher Handlungsweise ist die Quelle, in der die Brut der Galate reift.

 

 

 

 

 

Galate, Gespenster und Monster!

 

 

Galate, Gespenster und Monster!

 

 

Der Watu oder Krötenwatau!

Die Bezeichnung dieser Galatunterart kommt aus dem afrikanischen.
Medizinmänner beschwören seit altersher einen Watu als Waffe in  kriegerischen Konflikten.
Der Einsatz eines Watus ist nicht unproblematisch, da der Galat zwischen Freund und Feind keinen Unterschied sieht und sich im allgemeinen einfach daran macht, alles Leben einer Region zu vernichten.
Zur Beschwörung des Watu bedarf es neben unzähligen Kräutern und Pulvern vor allen Dingen eine erhebliche Anzahl an Jungfrauen, die in Streifen geschnitten mehrere Stunden gedünstet werden.

Der Watu ist nicht direkt mit dem Wipp verwandt und stellt für sich (bei allen Ähnlichkeiten mit dem Wipp) eine eigene Art dar.

 

 

 

 

Tscheik!

Tscheike oder im arabischen  auch als Dschine bezeichnete Galate sind die bekanntesten Vertreter ihrer Art.
Der europäische Tscheik wird in Legenden oft als weiße Frau beschrieben.
Der Volksmund nennt Tscheike oft Gespenster, obwohl ein Tscheik zur Familie der Galate und nicht wie das Gespenst zu den Medialomorphen gehört.
Tscheike nehmen oft menschliche Gestalt an.

Die Entstehung:
Die psychische Energie eines Menschen zieht sich (oft durch Schock oder extreme Qualen ausgelöst) aus der physikalischen Welt zurück und reißt Teile des physischen Menschen mit sich.
Die Verkettung der unterschiedlichen Kräfte (die physischen Bestandteile können nicht in die ätherische Welt, die Geistes- und Gefühlskräfte haben die physikalische Welt aber bereits verlassen) bewirken den unnatürlichen Zustand des Verweilens in der Zwischenwelt.

Ein Tscheik ist weder in der materiell- physikalischen noch in der psychisch- geistigen Daseinsform wirklich manifestiert.

Durch den Massenmord der Religionen, das Ausrotten ganzer Kulturen, das Verbrennen Andersdenkender als Ketzer und die unzähligen Kriege im Namen der Barmherzigkeit, kam es zu regelrechten Tscheikschwemmen, die klagend durch die mondhellen Nächte wehten.

 

 

 

Galate, Gespenster und Monster!

 

 

 

 

Galate, Gespenster und Monster!

 

Kutten- oder Pfaffengalat


Anders als beim Tscheik ist nicht die Qual des Opfers Ursache zur Entstehung dieses Galates, sondern die Reinheit der bösen Energie, die zum plötzlichen Kippen des Kräftegleichgewichtes (physische und psychische Welt) führt und es zur Seinsform als Galat in der Zwischenwelt kommt.

Der Kuttengalat gilt als besonders heimtückisch und versucht Menschen für seine Zwecke ( Ziel und Antrieb seiner Handlung sind unbekannt) dienstbar zu machen.

"Du lügst wie ein Kuttengalat!" ist nicht umsonst ein fränkisches Sprichwort.

 

 

 

 

Der Worpok


Es wird vermutet, dass der Worpok sich aus dem natürlich gebildeten Wipp entwickelt.
Der Worpok ist also im Unterschied zum Tscheik oder dem Kuttengalat nicht aus einem Menschen hervorgegangen.
Worpocks als Alterserscheinung eines Wipps anzusehen ist in der Literatur, z. B. bei H.C. Bartel, nicht unumstritten.
H.C. Bartel geht davon aus, dass Worpoks eine eigene Art für sich bilden, ja ist sogar der Meinung, dass diese Wesen aus den Tiefen des Weltenalls eingeschleppt wurden.

Worpocks gibt es in graugrüner, graubrauner und gallig gelber Färbung.


Trockene Steppen, Sand- und Steinwüsten, doch auch Höhlen und Erdspalten sind die Heimat der Worpoks.

 

 

 

 

 

 

Galate, Gespenster und Monster!

 

 

 

 

 

Galate, Gespenster und Monster!

 

 

 

Schlangenringtscheik

Ein Magier, dem es gelingt einen Tscheik zu bannen und sich mental mit ihm zu verbinden, erschafft einen Schlangenringtscheik.

Die Kontrolle, die der Magier über dieses Doppelwesen hat, ist in der Regel zeitlich sehr begrenzt.

Die Bezeichnung Schlangenring - Tscheik gründet sich auf die Legenden über den Magier Erasmus Schlankenbakin, der um 970 nach Christus mit seinen Tscheiks weite Teile des Mittelmeerraumes terrorisiert haben soll.


Aus Schlankenbakin machte der Volksmund später Schlangenring und der Glaube, man könne Tscheiks mit einem speziellen Schlangenring beschwören, ist nach wie vor weit verbreitet.

Sich auf eine Reise in die "Zwischenwelt" der Galate einzulassen ist äußerst riskant und führt nicht selten in den Wahnsinn.
Dass ein Magier selbst zum Tscheik wird oder als ein von ihm Besessener aus seinem Versuch, ihn zu beschwören hervorgeht, ist weit häufiger, als dass ein Magier wirklich einen Tscheik unterwirft.

Trotzdem gilt die Tscheikbeschwörung als höchstes Ziel der magischen Kunst. Wer durch die Augen eines Tscheiks sehen kann, sieht beide Welten  und kein Geheimnis ist ihm mehr verborgen.

Reichtum und Macht, wer einen Tscheik reitet, ist Herr der Welt.

 

 

 

 

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