Drachen - Lehre nach H. A. B. Halfpaap

 

Ein Dragon - Schmorln!

Drachen entwickeln sich aus Aalen. Die Entstehung eines Drachen ist ein Jahrhunderte dauernder Prozess, der seinen Anfang  in der Saragosso See nimmt.
Damit aus einem Seeaal ein Drache wird, müssen verschiedene  Umstände zusammentreffen.
Der Schmorln entsteht durch die Verletzung der Gallenblase eines Aals, die mit unbekannten Bakterien aus der Tiefe des Meeres infiziert wird.
Der Schmorln ernährt sich von Tiefseefischen und wurde erstmals 1932  von einem Baltischen Fischkutter gefangen.
So weit die Berichte zutreffen, kann der Schmorln auch außerhalb des Wassers überleben. Von mehreren Übergriffen der Schmorlne wird in den Legenden der Finnen, Russen und Nordschweden berichtet. Verirrte Schmorlne sollen Fischerdörfer und Boote auf See zerstört und die Einwohner gefressen haben.

 

 

 

 

"Über die Drachen!"  von Hagen Halfpaap

 

 

 

"Über die Drachen!"  von Hagen Halfpaap

 

Der Fragant oder Flug Fragant, ältere Bezeichnung Seuch Fragant!

Nach einer ca 200 jährigen Zeit des Wachstums steigt der Schmorln an die Wasseroberfläche und gräbt sich, sobald er Land erreicht, 12 Wochen am Strand in den Sand ein.
In einer Nacht der 12. Woche wühlt sich der Drache als Fragant aus dem Sand und flattert davon.
Da Fraganten bei ihren Mahlzeiten, die sie oft in Siedlungen abhalten, viel Gallensekret speien, kann davon ausgegangen werden, dass Fraganten an der Verbreitung der Pest beteiligt, ja vielleicht sogar einzige Verursacher sind.
Der Fragant ist ein mürrischer Einzelgänger, der sich zumeist von Schafen und jungen Mädchen ernährt. Daher auch die Legenden über den Drachen, der Jungfrauen raubt. Hier muss bemerkt werden, dass ein Fragant keineswegs seine Speisen mit auf den Horst schleppt, sondern diese immer an Ort und Stelle verzehrt.
Der Revierruf des Fraganten ist ein geträllertes Kivavit!

 

 

 

 

Der Schein- , Streifen oder Steppenulm
aus der Familie der Scheindrachen:

Wie der Name schon sagt, gehört der Streifenulm nicht im eigentlichen Sinn zu den Dragonen, oder Drachenartigen.
Die Ähnlichkeit mit den Dragonen führte jedoch auch in der Fachliteratur, z.B. des Grafen Pataratz von Sinnen: "Drachen und ihre Gestalt", immer wieder zu Verwechslungen mit echten Drachen.
Der Streifenulm entwickelt sich vermutlich in den inneren Steppen aus Eidechsen, die eine zu hohe Eisenoxidablagerung in der Bauchspeicheldrüse haben.
Streifenulme sind lange nicht so gefährlich wie Drachen, verbreiten keine Seuchen und werden zwischen 250 und 360 Jahre alt.
Der älteste Streifenulm wurde von P.J. Hiller 1952 bei Sopei in Zentralasien entdeckt. Die Altersbestimmung der Zähne läßt auf 365 Jahre schließen.
Taschen aus dem Leder der Streifenulme sind in China so wertvoll, dass der Volksmund den Spruch prägte:
Eine Ulmtasche gebe ich für deine schöne Tochter.

 

"Über die Drachen!"  von Hagen Halfpaap

 

 

 

 

 

 

"Über die Drachen!"  von Hagen Halfpaap

 

Der Echte- oder Moorulm:


Die Entwicklung und die äußere Erscheinung des Drachen hängt davon ab, wo sich ein Fragant nach seinem Flug niederläßt und ansiedelt.
In sumpfigen Gebieten wird der Fragant in einem Zeitraum von 800 bis 1200 Jahren zum Moorulm. Moorulme sind echte Drachen.
In der Entwicklungszeit nimmt die amphibische Lebensweise zu. Der Körperumfang wächst und die Flügel sind schon bald nutzlos, da sie das enorme Gewicht des Ulm nicht mehr tragen können. Nach ca 400 Jahren werden die Flügel in der Regel abgestoßen.
Ulmflügel gehörten zum kostbarsten Besitz der großen Alchimisten, aus ihnen wurden Liebestränke und  mancherlei Wundersalben hergestellt.
Ein ausgewachsener Ulm bringt gut seine 5 Tonnen auf die Waage.
Ulme sind nachtaktiv.
Theo van der Eschen, ein Ritter aus dem Jahr 1350, will gleich zwei Ulme im Laufe von 3 Jahren gesehen und den einen sogar nach langem Kampf erschlagen haben.
Ulmsichtungen sind sehr selten, da der Ulm den Drachenforscher meist zuerst entdeckt und diesen vor seinen Beobachtungen verspeist.
Moorulme besitzen im Gegensatz zu anderen Drachen keine Krallen.
Ulme rufen in Vollmondnächten "Quawad, Quawad!" mit tiefen Glucksern.

 

 

 

 

Der Stein- oder Bartelndrache


Wie schon oben beschrieben, hängt der Lebensraum des Drachen mit seiner weiteren Entwicklung zusammen.
Ein Fragant, der sich in bergigen, kalt trockenen Regionen niederläßt, das sind meist abgeschiedene Gipfel, passt sich seiner Umwelt allmählich so weit an, bis aus ihm der Steindrache wird. Dieser Prozess ist schon nach 150 Jahren abgeschlossen.
Der Steindrache ist ein guter Flieger und leicht an seinen blauen Hörnern zu erkennen.
Steindrachen sind sehr gesellig und unter den Drachen die unaggressivsten Vertreter der Gattung. Ihr soziales und freundliches Verhalten liegt vor allen Dingen in der ungewöhnlichen Ernährung der Drachen. Moose und Mineralien sind ihre Hauptnahrung, die nur durch Mäuse und Vögel ergänzt wird. Man muss schon Glück haben, einen Steindrachen zu sehen, der sich eine Gems oder einen Menschen reißt.
Steindrachen sind die einzigen Drachen, die Feuer spucken können, was ebenfalls auf die mineralreiche Ernährung zurückzuführen sein dürfte.
Laut älterer Beschreibungen soll es Mystikern gelungen sein, Steindrachen zu zähmen und sie bei militärischen Konflikten als Waffe einzusetzen.
Sehr glaubwürdig sind solche Berichte nicht, da Steindrachen oft in Herden leben und ein einzelnes Tier sich nicht aus dem Herdenverband löst.
Wie bei allen Drachen ist auch der Steindrache starken Gemütsschwankungen unterworfen. So kommt es vor, dass eine Herde Steindrachen ohne ersichtlichen Grund eine Stadt verwüstet.
Der Ruf des Steindrachen, ein rauhes Schnattern, wird in den Bergen oft vor aufkommenden Gewittern gehört.

 

 

 

 

 

 

"Über die Drachen!"  von Hagen Halfpaap

 

 

 

 

"Über die Drachen!"  von Hagen Halfpaap

 

Der Königs- oder Geweihdrache:

Der berühmteste Vertreter unter den Drachen ist natürlich der Königsdrache.
Unzählige Lieder, Gedichte und Heldensagen ranken sich um diese ungeheuere Bestie.
Genaugenommen ist der Königsdrache keine eigene Rasse für sich, sondern ein sehr altes Steindrachenmännchen.
Wird ein Steindrachenmännchen aus der Herde ausgeschlossen, so gelingt es ihm nur selten, in einer anderen Herde aufgenommen zu werden.
Solche Steindrachen beginnen ein Leben als verbitterte Einzelgänger.
Der erhöhte Ausstoß der infizierten Gallenblase führt zu einer Farbänderung (grünblau bis grüntürkis) und zu einem immensen Wachstum.
Die Flugfähigkeit des Drachen bleibt meistens trotz seiner Größe erhalten.
Wucherungen bilden sich auf Kopf und Schnauze durch die in die Haut eingelagerten Gallenenzyme  und führen zu einer Verknorpelung der Schädeldecke.
Nicht selten kommt es durch den unausgeglichenen Enzymhaushalt zu weiteren Missbildungen am Körper des Drachen.
Oft haben Königsdrachen zu viele Beine, Zehen, nicht selten sogar mehrere Köpfe oder Schwänze.
Königsdrachen fressen einfach alles und davon Unmengen.
Sie sind die bösartigsten unter den Drachen und auch wenn sie nicht in der Lage sind, Feuer zu spucken (was in der Fachliteratur immer wieder falsch zu lesen ist), gibt es nichts, was ihrer Zerstörungskraft gleich kommt.
1720 wurden z.B. in dem Ort Pretote in Nordfrankreich alle Dächer abgedeckt, obwohl der Königsdrache (Augenzeugen) nur draüber hinweg flog.
Über das Alter von Königsdrachen ist nichts bekannt, obwohl Fachkreise davon ausgehen, dass Königsdrachen sehr alt werden.
Der Ruf des Königsdrachen ist ein ohrenbetäubendes Gebrüll, dass dem Donner gleicht.

 

 

 

 

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