Philosophie; Weisheiten und Erkenntnisse,
aus:
"Der Weg zum Glück und zu anderen schönen Plätzen!"
von Heiko Halfpaap

 

6. Vom Wesen der Welt

 

Ein Bild habe ich gemalt, und ständig glotzt mich das Auge von der Leinwand an, dass ich keinen Schritt mehr tun kann, ohne zu wehklagen.
Einen Kopf habe ich in den Stein gemeißelt und nun kann ich das Geplapper des steinernden Mundes nicht mehr ertragen, selbst in der Nacht finde ich kaum noch Ruhe.
Ein Lied habe ich dem Wind gesungen und die Bäume, die es gehört haben, gröhlen es rauschend, kaum dass ein Lüftchen ihre Blätter berührt. Der Kopf will mir schier platzen!
Gut ist das Feuer, das die Farbe leckt, gut der Hammer, der zertrümmert und gut auch die Säge, die den plappernden Baum fällt.
Doch wenn die Schöpfung selbst in Tränen ausbricht über ihr unerträgliches Werk, so scheue dich nicht und stelle dich weinend in den Regen. Nichts wird besser, wenn auch du die Welt mit deiner Trauer begießt, doch mag dein Mitleid die Götter trösten!
 

 

 

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