Philosophie; Weisheiten und Erkenntnisse,
aus:
"Der Weg zum Glück und zu anderen schönen Plätzen!"
von Heiko Halfpaap

 

3. Hohes Lied an die Zahlen:

 

Am Anfang steht das Unaussprechliche, rund ist die Form und umschließt den Samen der Götter. Glückbringendes Zeichen und höchstes Ziel es zu verstehen, schreibe es schweigsam und in einer Stimmung besinnlicher Freude!

Eins, du spitzer Wille du, Brut des Kosmos, bist voll Hochmut! Auch wonnevoll bist du und geil, wenn Du dich wieder findest ! Mit scharfem Messer ritze die Zahl in der Mittagshitze in einen Eichenblock!

Verräter, nicht Ursprung und nicht Tat, falscheste unter den Zahlen. Flauschig scheint dein Kopf und Spitzbeinig dein Krähenfuß, so wie dein Wesen ein Versehen der Natur ist und sich abwendet von Ursprung und Existenz. Verlogene Sehnsucht, Suche nach Einheit und Harmonie.
Bei Nacht sollst Du sie schreiben mit einem Stück Steinkohle und sie mit einem Haselnußzweig peitschen, wenn sie Dir den Schlaf raubt.

Wundervolle Wonne. Hügeliges Glück. Unteilbar und innig bist du, phantastische 3. Lege schon ein Tellerchen mit süßem Brei neben Dein Bett, um am frühen Morgen als erstes die 3 darin zu malen.

Zirpende Zahl, zirpe sie, tiriliere sie, wenn Du ein kribbelndes Gefühl im Bauch verspürst. Schäme Dich nicht, sie zu wiehern. Allein mit einem spitzen Bleistift kratze die 4 in weißen Putz.

Gröhlende Summe. Schreibe Sie nie, die Ausgeburt wütender Unzufriedenheit! Geh in den Wald und brülle sie, wenn Du allein bist, in das Dickicht.

6, du tanzende Anmut. Male mit dem Fuß sie, wann immer Dir danach ist!  Iß auch 6 Blätter oder Äpfel und winde Dich anmutig in ihrer Schönheit.  Du sollst sie 6 x schreiben. Eine Wonne kann es sein, mit 6 sich zu erfreuen. Nach 6 die Zahl schreib nie, nur 6 und 1.

Ungenannte, geheimnisvolle! Nicht geschrieben, nicht gesagt, nicht gedacht und nicht gezählt. Auf der Suche und nicht gefunden, blau ist deine Farbe.

8, ohne Anfang bist du und ungeborene Mutter des Nichts. Es ist gut, dich an der Wand zu haben, gut, dich auf ein beschlagenes Fenster zu malen und gut, dich im Morgengrauen vor sich hin zu summen. Nie verstanden, nie gewonnen.

Neun, du jauchzende. Du sollst nur gerufen werden! Spitzer fröhlicher Kringel, drehe dich und Lust tanzt durch unsere Herzen. Oh schillernde neun, dich liebe ich!

Das Ende ist der Hochmut, der sich mit der Idee vereint. Was bleibt da mehr zu sagen, wer will schon die Stirn haben, eine so grausame Zahl aufzuschreiben, wahrlich es muß ein Gott sein!

 

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