Philosophie; Weisheiten und Erkenntnisse,
aus:
"Der Weg zum Glück und zu anderen schönen Plätzen!"
von Heiko Halfpaap

 

29. Vom Wolf und den Schafen!

 

Einst sah ein Wolf eine Herde Schafe. Ein Schäfer stand dabei und wetzte das Messer.
Da wurd dem Wolf ganz sonderbar, er besah die jungen Schäfchen, wie sie nichts ahnend herum tollten und an den Schuhen des Schäfers leckten. "Keiner soll so böses tun", dachte der Wolf; "doch wenn ich böser Wolf so denke, wie ist es da um die Welt bestellt? Wandeln will ich mich und gut sein!"
Der Wolf ging auf die Weide und fraß den Schäfer. "Frei seid ihr Schafe!" sagte der Wolf.
Einige Schafe rannten in den Wald und verirrten sich, sie starben an Hunger. Die anderen warteten darauf, wo ihr neuer Schäferwolf sie hinführen würde. Als nichts geschah, dachte einer der Böcke, so wie der Wolf bin ich auch, fresse ich erst Fleisch, werden mir auch Zähne wachsen. Als der Wolf sah, wie die Schafe begannen sich gegenseitig zu zerfleischen, ging er traurig in den Wald.
"Mit dem Futter will ich nie mehr reden!" dachte sich der Wolf, "und mag es auch böse Schäfer geben, so liegt es in ihrer Natur. Nichts böseres aber gibt es auf der Welt als ein Schaf!" Der Wolf machte kehrt und lief hungrig und vergnügt zurück zur Schafherde um die Welt doch noch zu verbessern.

 

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