Philosophie; Weisheiten und Erkenntnisse,
aus:
"Der Weg zum Glück und zu anderen schönen Plätzen!"
von Heiko Halfpaap

 

22. Von den Weltwundern:

 

 

Von den Weltwundern:

Das letzte der Sieben Weltwunder wollte ich mit eigenen Augen sehen. Ich ging auf die Reise und stand staunend vor dem Fabeltier, zu dessen Füßen über 4500 Jahre hindurch Ägypter, Griechen, Römer und schließlich Menschen aus der ganzen Welt standen und staunten wie ich.
Die Bauern der Umgebung, Felachen genannt, drängten mir den Mist ihrer Kamele als wundertätigen Mumienstaub auf oder lagen rauchend vor ihren verwahrlosten Feldern, auf denen sich der Müll sammelte. Touristen kratzten ihre Namen in den alten Stein und beschmierten mit ihrem Schweiß die Malereien der einzigartigen Grabmalereien, die geheiligte Handlungen darstellen, nur allein für das Auge der Götter bestimmt.
Ich stieg auf meinen Esel und wollte angewidert von dannen reiten, doch dem Esel gefiel es anders und er blieb stehen. Alles zurufen, bitten und drohen, ja sogar leichte Hiebe halfen nicht. Der Esel, streckte seine Ohren kerzengerade in die Luft, und es waren ausgesprochen weiche und wuschelige Ohren, und gähnte, so dass alle Welt seine riesigen gelben Zähne sah.
Ich zerrte den Esel zurück zu seinem Stall und verwünschte das bockige Tier.
Jetzt bin ich zu Hause und erinnere mich an die Pyramiden und die Sphinx, wenn ich die Fotos betrachte. Doch vom Esel und den auch noch nach 4500 Jahren unnützen Felachen träume ich.
Was sind tausende von Steinen gegen die wuscheligen Ohren eines Esels, was ein gebautes Wundertier, gegen den Bauern, der faul neben seinem Feld Wasserpfeife raucht. Ich bin mir sicher, die Götter schaffen ihre schönsten Monumente nach wie vor selbst.

 

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