Philosophie; Weisheiten und Erkenntnisse,
aus:
"Der Weg zum Glück und zu anderen schönen Plätzen!"
von Heiko Halfpaap

 

18. Von den Wundern der Welt:

 

Fragt der Schüler den Meister:
"Meister, die Welt ist voller Wunder, wie kann man das Wunder von dem Normalen unterscheiden?
Je länger ich über Dinge nachdenke, um so verwunderter bin ich. Was mir verständlich erschien, zerfällt zum Unfassbaren, je länger ich es betrachte. Ist das Ganze noch wahrhaftig, ist jeder Teil schon wirr. Glaub ich, den Baum zu kennen, erschreckt mich die Frage, woher er weiß, wie er zu wachsen hat."
Der Meister sprach:
"Sieh diese Katze, eines ihrer Beine ist weiß, das andere schwarz. Lauf nach Hause und färbe mit Teer eines deiner Beine dunkel. Mit Honig und Mehl bestreiche das andere Bein.
Als der Schüler so besudelt wiederkam, rief er schon von weitem:
"Erhelle mich nun, Meister!" und der Meister erklärte:
"Die Katze heißt Mizi und wenn du auch nicht Mizi heißt, hast du trotzdem ein helles uns ein dunkeles Bein.
Wenn es dich fürchtet, so weißt du, vom Teer schwarz ist das eine, weiß aber vom Mehl das andere und wohlschmeckend vom Honig.
Das Wunder ist aber, dass die Katze wohl den Honig von deinem Bein schlecken mag, du dich jedoch wunderst, warum ich dich hieß, dir ein Bein zu teeren."

 

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