Philosophie; Weisheiten und Erkenntnisse,
aus:
"Der Weg zum Glück und zu anderen schönen Plätzen!"
von Heiko Halfpaap

 

12. Wie der Rabe die Warheit fand!

 

Ein unnützer Rabe sah ein Rotkehlchen und erfreute sich an seinem wuschelweichen Federkleid, lobte seinen zierlichen Schnabel und krächzte ihm auch noch manch anderes schmeichelhafte Wort zu.
Da begann das Rotkehlchen einen wunderschönen Gesang - dem Raben stiegen vor Wonne Tränen in die Augen.
"Wie gut, dass es dich gibt", sagte das Rotkehlchen, als es geendet hatte, "so hat die Welt nicht nur Schönheit, sondern auch einen Teil, der diese wertschätzt und bewundert."
"Recht gesprochen!" rief der Rabe. "Die Welt hungert und darbt nach dieser Vollkommenheit", und kaum war das letzte Wort dem Schnabel entschlüpft, hüpfte der Rabe heran und verspeiste das Rotkehlchen.
Als er sich anderen Dingen zuwand, fiel ein Klecks auf den Boden und der Rabe rief:
"Mag sein, du singst, mag sein, du bist schön, Rotkehlchen, doch in meinem Kot steckt die Wahrheit der Welt"

 

 

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