Philosophie; Weisheiten und Erkenntnisse,
aus:
"Der Weg zum Glück und zu anderen schönen Plätzen!"
von Heiko Halfpaap

 

10. Der hilfreiche und der praktische Mensch!

 

Ein Mann fand eine Maus, sie war halb verhungert und hatte ein krankes Bein.
Sogleich gab er ihr Schinken zu essen, damit sie wieder zu Kräften käme und machte ihr ein Bett in einer Pappschachtel.
Am nächsten Tag kam eine Katze, die sich verlaufen hatte zu dem Mann. "Du arme Mietze!" sprach er und gab ihr eine Wurst, "bei mir leben sollst du und füttern will ich dich, denn gute Taten will ich tun jeden Tag."
Der Tag verging und am Abend stand ein Hund vor seiner Tür. Er war schon alt und zu nichts mehr zu gebrauchen. "Auch dich will ich aufnehmen, du sollst dein Gnadenbrot im Hof bekommen", sprach der Mann, gab ihm Fleisch vom Schwein und freute sich, wie gut er doch war.

Ein anderer Mann hörte von dem Guten und lachte laut. "Auch ich fand die Maus, gleich schlug ich sie tot, damit sie keinen Schade anrichtet und gab sie der hungrigen Katze. Als der Hund kam, warf ich ihm die Katze zu, war er ein guter Wachhund würde er sie fangen und war die Katze noch zu was nütze, würde sie sich nicht fangen lassen, wie es auch kam, ein Schwein mußte nicht sterben um Maus, Katze und Hund satt zu machen. War die Maus doch für die Katze da und die Katze für den Hund, nur der Dummkopf glaubt, ein gutes Werk zu tun, wenn er das Schwein tötet, um den Magen der Unnützen zu füllen, will das Schwein doch auch am Leben bleiben."

Da kam ein Gott daher, hatte wohl lange Weile und riß beiden Männern den Kopf ab. Der eine Kopf fiel in einen Ameisenhaufen und diente einem ganzen Volk als Nahrung. Der zweite ging verloren.
Keine Katze, keine Maus und kein Hund fanden ihn und auch sonst bin ich nach der Geschichte nicht schlauer als zuvor,  ist es mir doch egal, wessen Kopf die Ameisen fressen.

 

 

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